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Im Portrait: Schweinehalter Andreas Seul

9. August 2022
Andreas Seul unter der Belüftungsanlage.

Einen Plan B gab es für Andreas Seul nicht. Auf dem landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern aufgewachsen, zog es auch ihn in die Landwirtschaft. Und auch seine Söhne sind schon am Ball und arbeiten mit ihrem Vater zusammen.

„Wir bewirtschaften in Monreal einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Schweinemast und Lohnunternehmen. Monreal liegt im nördlichen Rheinland-Pfalz“, erklärt Seul. „Betriebsschwerpunkte sind hauptsächlich der Ackerbau, zusätzlich die Schweinemast und unser landwirtschaftliches Lohnunternehmen. Auf dem Hof wohnen wir zusammen mit meinen Eltern, die den Hof hier vor mir betrieben haben – und meiner Partnerin mit ihren beiden Töchtern.“

Ein System das läuft

Seit 2018 ist Andreas Seul mit seiner Schweinemast Teil der Initiative Tierwohl, seit 35 Jahren mästet er Schweine. „Lange Zeit ging es darum, möglichst günstig Nahrungsmittel zu erzeugen und Fleisch so günstig wie möglich anzubieten. Dann habe ich realisiert, dass das System irgendwo ein bisschen faul ist. Außerdem hat sich das Interesse der Verbraucher verändert. Tierwohl rückte in den Fokus. Deshalb bin ich bei der Initiative Tierwohl dabei: Wir geben den Tieren mehr Platz, wir geben den Tieren mehr Licht. Wir machen einfach, dass es den Tieren gut geht“, erklärt Seul.

Voller Einsatz, nicht nur im Stall

Andreas Seul und seine Söhne nutzen ihr Knowhow und ihr Equipment auch außerhalb der landwirtschaftlichen Gefilde. So sind sie z.B. auf dem Nürburgring aktiv. Aber nicht als Rennteilnehmer, wie man denken könnte. Sie und ihre Mitarbeiter sind in der Rennbetreuung tätig. Das heißt, dass sie Autos, die von der Fahrbahn abgekommen oder aus der Kurve gefallen sind, mit ihren Schleppern wieder zurück auf die Strecke ziehen und diese dann das Rennen beenden können. Zusätzlich fahren sie in der dunklen Jahreszeit mit LKWs Winterdienste. „Wir sind also relativ vielschichtig aufgestellt und haben es dadurch geschafft, Personal zu binden und ganzjährig auszulasten, um dann auch die Spitzen, die der landwirtschaftliche Betrieb mittlerweile hat, besser zu verteilen“, erklärt Andreas Seul.

Einen Einsatz den Andreas Seul niemals vergessen wird, sind die Räumungsarbeiten an der Ahr, nach der Flut im Sommer 2021: „In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag war die Flut. Unsere Jungs waren freitags das erste Mal unten und haben angefangen mit aufzuräumen. Die Eindrücke waren nur schwer zu verarbeiten. Es ist mittlerweile sehr viel passiert und sehr viel wieder aufgebaut worden – es gibt auch wieder schöne Ecken. Aber da ist auch noch jede Menge zu tun.“

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Das Portrait von Andreas Seul finden Sie hier.

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