Viele reden vom Tierwohl.
Wir machen was.
Portrait Gesa Lampe

Die Initiative Tierwohl

Bei der Initiative Tierwohl haben sich seit 2015 erstmalig Unternehmen und Verbände aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Einzelhandel zusammengeschlossen, um Schritt für Schritt mehr Tierwohl in möglichst vielen Schweine- und Geflügelhaltenden Betrieben zu erreichen.

Landwirte, die bei der Initiative teilnehmen, setzen bestimmte Tierwohlkriterien um, für die sie eine finanzielle Förderung erhalten. Schon heute profitieren davon mehr Tiere als in jedem anderen Programm: In den über 3.400 teilnehmenden Betrieben werden pro Jahr über 14 Millionen Schweine und 235 Millionen Hähnchen oder Puten gehalten.

Die Initiative Tierwohl wird finanziert durch:

»Die Initiative Tierwohl ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Dass direkt so viele Betriebe mitmachen wollten, empfinde ich als einen Riesenerfolg und ein starkes Signal aus der Branche. Ich sehe jeden Tag, wie gut die Kriterien von meinen Schweinen angenommen werden.«

Steckbrief Gesa Lampe

Gesa Lampe
Alter: 
28
Bundesland: 
Niedersachsen
Betrieb: 
Schweinemast und Ackerbau, seit 14 Generationen familiengeführt
Bei der Initiative Tierwohl seit: 
Mitte 2015
Umgesetzte Kriterien: 
Meine Schweine haben 20% mehr Platz und organisches Beschäftigungsmaterial, da gebe ich ihnen unbehandeltes Holz oder Stroh.
Beruflicher Werdegang: 
Ich habe einen Master in Agrarwissenschaft gemacht. Dazwischen habe ich unterschiedliche Praktika in der Landwirtschaft gemacht. Seit drei Jahren bin ich wieder auf dem Betrieb meiner Eltern und übernehme da jetzt nach und nach die Leitung.
Beruf Landwirtin: 
Es macht mir Spaß, viel an der frischen Luft zu arbeiten und nicht immer nur am Schreibtisch zu sitzen. Bei der Arbeit auf dem eigenen Betrieb habe ich viel Gestaltungsspielraum und kann unseren Familienbetrieb zukunftsfähig aufstellen. Außerdem kann ich als Landwirtin Beruf und Familie später perfekt verbinden. Das haben mir meine Eltern schon so vorgelebt: Für sie war der Beruf nie Last, sondern immer Leidenschaft.
Ein typischer Arbeitstag: 
Auf dem Land gibt es keine typischen Tage. Wenn wir Schweine verladen, muss ich richtig früh raus. Dafür sehe ich dann den Sonnenaufgang und freue mich, nicht im Büro sitzen zu müssen. Die Digitalisierung hat manches erleichtert: Das Wachstum meiner Zuckerrüben kann ich mit der Drohne kontrollieren. Den Blick zum Tier ersetzt das natürlich nicht. Die meisten Tage verbringe ich zwischen Schweinestall und Schreibtisch.
Erfahrungen mit der Initiative Tierwohl: 
Die Initiative Tierwohl ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Dass direkt so viele Betriebe mitmachen wollten, empfinde ich als einen Riesenerfolg und ein starkes Signal aus der Branche. Ich sehe jeden Tag, wie gut die Kriterien von meinen Schweinen angenommen werden.
Debatte um Tierhaltung: 
Kritik aus der Bevölkerung nehme ich mir zu Herzen. Als Landwirtin will ich, dass es meinen Tieren gut geht. Ich finde, wir sollten alle weniger verallgemeinern. Wir Landwirte haben es lange versäumt, zu zeigen, wie moderne Landwirtschaft aussieht. Ich merke aber auch, dass ein ehrlicher Dialog gut ankommt: Wenn ich den Menschen die Initiative Tierwohl erkläre, finden das die meisten richtig gut.
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Bildergalerie vom Betrieb Lampe

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Im Betrieb Lampe haben die Schweine 20 Prozent mehr Platz, als gesetzlich vorgeschrieben. Die Familie hält dafür weniger Schweine pro Bucht, als möglich.

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Ein Kriterium der Initiative Tierwohl ist organisches Beschäftigungsmaterial auf dem die Tiere herumkauen können. Holz ist eine Variante dafür.

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Auch Stroh kann als organisches Beschäftigungsmaterial oder als Raufutter genutzt werden.

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Zu den Grundanforderungen, die jeder Betrieb bei der Initiative Tierwohl erfüllen muss, gehört auch ein Mindestmaß an Tageslicht. Dieses ist gesetzlich nicht vorgeschrieben.

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Gesa übernimmt den elterlichen Betrieb, der seit 14 Generationen in Familienhand liegt. Neben der Schweinemast betreibt die Familie auch Ackerbau.

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Wichtig für Gesa ist es, den Betrieb zukunftsfähig aufzustellen. Dazu gehört es auch, schrittweise mehr Tierwohl umzusetzen. Seit 2015 ist der Betrieb Teil der Initiative Tierwohl.