Lebensmittelhandel

Viele der größten Unternehmen des deutschen Lebensmitteleinzelhandels haben ihre Teilnahme an der Initiative Tierwohl erklärt. Die Unternehmen führen mit einem Beitrag von 6,25 Cent pro Kilogramm verkaufter Schweine- und Geflügelfleischware einen Gesamtbetrag von rund 130 Mio. Euro jährlich an die Initiative Tierwohl ab. Mit diesem Budget wird der Mehraufwand der zugelassenen Tierhalter für die Umsetzung von Tierwohlmaßnahmen finanziert. Über 26 Mio. Schweine und 510 Mio. Hähnchen und Puten profitieren mittlerweile von den Maßnahmen.

Ihr Beitrag für mehr Tierwohl

Als Kunden des teilnehmenden Lebensmitteleinzelhandels unterstützen Sie den Wandel zu einer tiergerechteren und nachhaltigeren Nutztierhaltung. Und zwar mit Ihrer Entscheidung für den Einkauf von Schweine- und Geflügelfleisch in den teilnehmenden Märkten des Lebensmitteleinzelhandels. Denn: Diese Unternehmen führen 6,25 Cent pro verkauftem Kilogramm Schweine- und Geflügelfleisch und -wurst an die Initiative Tierwohl ab. Mit diesem Geld werden Schweine- und Geflügelhalter finanziell für die Umsetzung bestimmter Tierwohlkriterien entschädigt.

Die Tierwohl-Kriterien wurden in der Initiative Tierwohl gemeinsam mit Experten entwickelt. Alle gehen über bisherige gesetzliche Standards hinaus, sie betreffen die tiergerechtere Haltung, Hygiene und Tiergesundheit. Landwirte, die an der Initiative teilnehmen, müssen gewisse Grundanforderungen wie bspw. mehr Platz oder einen jährlichen Stallklima- und Tränkewasserchecks einhalten. Zusätzlich setzen sie Wahlkriterien um – etwa die ständige Versorgung mit Raufutter wie Stroh oder Heu. Je nachdem, welche Kriterien ein Landwirt umsetzt und wie viele Tiere er hat, erhält er als Ausgleich für seine Maßnahmen einen Zuschuss.

Häufig gestellte Verbraucherfragen zur Initiative

Die Partner der Initiative sind der Meinung, dass alle Beteiligten gemeinsam Verantwortung für mehr Tierwohl übernehmen sollten – vom Bauern bis zum Verbraucher. Durch die Teilnahme des Lebensmitteleinzelhandels an der Initiative Tierwohl kann der Verbraucher mit seinem Einkauf bei einem der teilnehmenden Unternehmen konkret zu mehr Tierwohl beitragen und ist aktiv in den Prozess eingebunden.

Das Fleisch, das aus teilnehmenden Betrieben stammt, wird seit Herbst 2015 unter anderem auch an den Lebensmitteleinzelhandel vertrieben. Ab April 2018 führt die Initiative Tierwohl ein Siegel ein, mit dem Sie Produkte von Tierwohl-Betrieben erkennen können. Vorerst gilt dies nur für unbehandeltes, frisches Geflügelfleisch. Ab Oktober 2018 wird es aber ausgeweitet auf bearbeitetes Geflügelfleisch (etwa panierte oder marinierte Ware). Im Bereich Schweinefleisch wird es noch kein Siegel geben, das heißt, Sie können nicht erkennen, ob ein Produkt von einem Tierwohl-Betrieb kommt oder nicht. Trotzdem ist das Fleisch aus Tierwohl-Betrieben Teil der Ware im teilnehmenden Handel.

Vorerst können Schweine- und Geflügelhalter an der Initiative Tierwohl teilnehmen.

Ab April 2018 führt die Initiative Tierwohl ein Siegel ein. Vorerst gilt dies nur für unbehandeltes, frisches Geflügelfleisch. Ab Oktober 2018 wird es aber ausgeweitet auf bearbeitetes Geflügelfleisch (etwa panierte oder marinierte Ware). Immer, wenn Sie das unten aufgeführte Siegel sehen, kommt das Produkt aus einem Betrieb der Initiative Tierwohl. Im Bereich Schweinefleisch wird es noch kein Siegel geben, das heißt, Sie können nicht erkennen, ob ein Produkt von einem Tierwohl-Betrieb kommt oder nicht. Wir arbeiten aber auch hier an einer Lösung. Jedoch ist eine Nachverfolgbarkeit in der Schweinehaltung schwieriger, da ein Tier in seinem Leben in drei verschiedenen Betriebe lebt (Sauenhaltung, Ferkelaufzucht und Mast).