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Salamiherstellung: So wird Salami gemacht 

8. September 2025
Aufgeschnittene Salami

Salami zählt zu den beliebtesten Wurstsorten in Deutschland – ob auf dem Brot, zur Jause oder als Snack zwischendurch. Doch was ist Salami eigentlich genau? Und wie läuft die Salamiherstellung konkret ab? In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Einblick in die traditionelle und industrielle Produktion, die wichtigsten Schritte der Verarbeitung sowie Tipps zur Lagerung von Salami. 

Was ist Salami? Eine kurze Definition 

Der Begriff „Salami“ stammt aus dem Italienischen und bezeichnet ursprünglich eine Gruppe luftgetrockneter, schnittfester Rohwürste. Heute ist die Salami-Definition weiter gefasst: Als Salami werden meist Rohwurst-Erzeugnisse bezeichnet, die aus einem gewürzten Fleisch-Fett-Mix bestehen, in Natur- oder Kunstdarm gefüllt werden und anschließend durch Reifung haltbar gemacht werden. Typisch ist ihr aromatischer, leicht fermentierter Geschmack. 

Die wichtigsten Schritte der Salamiherstellung 

Die Salamiherstellung gliedert sich in mehrere wesentliche Abschnitte, bei denen Hygiene, Reifezeit und Zutaten eine zentrale Rolle spielen. 

1. Auswahl und Vorbereitung des Fleisches 

Verwendet wird meist mageres Schweinefleisch, teilweise auch Rindfleisch. Das Fleisch wird gewolft (zerkleinert) und mit Rückspeck vermengt. Wichtig ist ein ausgewogenes Fett-Mager-Verhältnis, damit die Wurst schnittfest bleibt und beim Trocknen nicht zu hart wird. 

2. Würzen und Starterkulturen 

Dem Fleisch-Fett-Gemisch werden Salz, Pfeffer, Knoblauch sowie weitere Gewürze beigefügt. Hinzu kommen sogenannte Starterkulturen, also Milchsäurebakterien, die die Reifung in Gang setzen und für die typische leichte Säure sorgen. 

3. Füllen und Formen 

Die Masse wird in Därme gefüllt (Natur- oder Kunstdarm) und zu typischen Salami-Stangen oder -ringen geformt. Je nach Sorte variiert die Größe deutlich. 

4. Reifung und Trocknung 

Nun folgt die wichtigste Phase: Während der Reifung bei kontrollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit bauen die Bakterien Zucker ab, bilden Milchsäure und sorgen für die typische Textur und das Aroma. Gleichzeitig trocknet die Wurst langsam aus; der Wasserverlust macht sie haltbar. Je nach Sorte dauert dieser Vorgang zwischen zwei Wochen (z. B. bei Minisalami) und mehreren Monaten (z. B. italienische Edelsalami). 

5. Verpackung und Lagerung 

Nach abgeschlossener Reifung wird die Salami luftdicht verpackt oder in Papier eingeschlagen. In dieser Form gelangt sie in den Handel. Die Haltbarkeit kann je nach Sorte und Verpackung stark variieren. 

Wie lange hält Salami im Kühlschrank? 

Einmal geöffnet, sollte Salami gut gekühlt und trocken gelagert werden. Bewahren Sie Salami in Wachspapier oder einer luftdurchlässigen Box im unteren Fach des Kühlschranks auf. So bleibt das Aroma erhalten und sie wird nicht feucht. 

  • Ganze, luftgetrocknete Salami: bis zu 3 Wochen haltbar 

Falls sich ein weißlicher Belag auf der Salami bildet, handelt es sich meist um Edelschimmel, der die Reifung unterstützt. Dieser ist in der Regel unbedenklich, sollte aber bei Unsicherheit entfernt werden. 

Fazit 

Die Herstellung von Salami ist ein faszinierender Prozess, bei dem Tradition und moderne Technik Hand in Hand gehen. Vom Ausgangsfleisch über die Fermentation bis zur Trocknung sorgen zahlreiche Faktoren für Qualität und Geschmack. Wer weiß, wie Salami entsteht, lernt sie auch beim Verzehr mehr zu schätzen. 

Achten Sie auf das Siegel der Initiative Tierwohl

Auf Salami und anderen Wurst- oder Fleischwaren können Sie das gelbe Siegel der Initiative Tierwohl finden. Es bedeutet, dass das Produkt aus einem der teilnehmenden Betriebe stammt, die sich freiwillig zu besseren Bedingungen in der Nutztierhaltung verpflichten. Mit dem Kauf können Sie dies aktiv unterstützen. 

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