Lebensmitteleinzelhandel

Die Lebensmitteleinzelhändler sind die Schnittstelle zwischen Initiative Tierwohl und Verbraucher. Häufig entscheiden sich Verbraucher erst am Fleischregal für ein bestimmtes Produkt und die verschiedenen Siegel können eine Hilfestellung sein – allerdings nur, wenn der Kunde diese auch versteht. Für die optimale Vermittlung des Konzepts der Initiative Tierwohl an die Kunden und Mitarbeiter stellt die Initiative informative Kommunikationsmaterialien zur Verfügung. Damit können Händler im Markt aber auch über andere Kommunikationskanäle erklären, was das Siegel der Initiative Tierwohl bedeutet.

Infos zur Produktkennzeichnung

Ab dem 1. April 2018 können in den an der Initiative Tierwohl teilnehmenden Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels die Produkte, die aus Hähnchen- oder Putenmastbetrieben kommen, mit einer neuen Kennzeichnung versehen werden.

Nämliche Ware

Die Kennzeichnung nämlicher Ware ist auf Hersteller- und Handelsmarken zulässig. Es muss dafür Sorge getragen werden, dass als nämlich gekennzeichnete Artikel nur von Handelsunternehmen an Verbraucher abgegeben werden, die an der Initiative Tierwohl teilnehmen. 

Nicht Nämliche Ware

Neben der Kennzeichnung für nämliche Ware ist auch weiterhin die Kennzeichnung für nicht nämliche Ware möglich. Die Kennzeichnung nicht nämlicher Ware ist nur bei Marken des teilnehmenden Lebensmitteleinzelhandels möglich. 

Ihre Anfragen zur Zeichennutzung senden Sie bitte an zeichennutzung@itw.de.

Download Kommunikationsmaterial

Zum Download von Kommunikationsmaterial für Ihren Einzelhandel, loggen Sie sich bitte in dem geschützen Portal ein:

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Zahlen und Fakten

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Millionen Tiere profitieren bereits von der Initiative Tierwohl.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es einen Sanktionskatalog?
Nein, jeder Verstoß gegen die Programmanforderungen wird immer einzelbetrieblich betrachtet und als Einzelfall bewertet.
Was passiert, wenn der Betrieb vergrößert wird, der Tierbestand aufgestockt wird oder weitere Kriterien hinzukommen sollen?
Sämtliche Kriterien müssen immer für alle Tiere und alle Bereiche des angemeldeten Betriebs (VVVO-Nummer, Produktionsart) eingehalten werden, also auch für die neuen Betriebsteile und die zusätzlichen Tiere. Ein Zahlungsanspruch auf Tierwohlentgelt für die zusätzlichen Tiere besteht allerdings erst nach erfolgreichem Bestätigungsaudit durch die Zertifizierungsstelle. Auch für eine Ausweitung der Kriterien gilt: Diese Änderung muss zuvor über den Bündler bei der Trägergesellschaft angemeldet werden und dann in einem Audit überprüft werden. Erst nach bestandenem Bestätigungsaudit besteht ein Zahlungsanspruch.
Wie können Kriterien geändert werden?
Im Ausnahmefall und frühestens nach 12 Monaten können die Kriterien geändert werden. Diese Änderung muss zuvor über den Bündler bei der Trägergesellschaft angemeldet werden und dann in einem Audit überprüft werden. Erst nach bestandenem Bestätigungsaudit wird die Änderung wirksam.
Müssen alle angemeldeten Kriterien eingehalten werden?
Ja, sämtliche angemeldeten Kriterien müssen erfüllt werden. Es genügt nicht, nur einen Teil einzuhalten: wenn ein Kriterium nicht erfüllt ist, hat der angemeldete Betrieb (VVVO-Nummer und Produktionsart) das Audit nicht bestanden. Achtung: es gibt nur die Bewertung „bestanden“ oder „nicht bestanden“. Nicht erfüllte Kriterien können nicht über Korrekturmaßnahmen abgearbeitet werden.
Sind die Audits unangekündigt?
Jeder Betrieb wird zweimal pro Jahr überprüft. Es gibt unterschiedliche Arten von Audits, also Kontrollen auf dem Tierwohl-Betrieb. Das umfassende Audit (mit Dokumentenprüfung) wird maximal 24 Stunden vor Kontrolle angemeldet. Zusätzlich gibt es ein zweites jährliches Audit. Hier werden nur die Kriterien im Stall untersucht und es findet völlig unangekündigt statt. Die Stallklima- und Tränkewasserchecks können Landwirte selbst beauftragen.  
Weitere häufig gestellte Fragen für Landwirte