Gemeinsam verantwortlich handeln

Mit der Initiative Tierwohl setzen sich Unternehmen und Verbände aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel erstmalig gemeinsam für eine tiergerechtere und nachhaltigere Fleischerzeugung ein. Die Partner wollen die Standards in der Nutztierhaltung für Schweine und Geflügel marktweit ausbauen. Davon profitieren derzeit rund 600 Millionen Schweine, Hähnchen und Puten. Möglich machen das die teilnehmenden Handelsunternehmen, die den Mehraufwand finanzieren. Und die Verbraucher, die sich mit ihrer Entscheidung für den Einkauf in den entsprechenden Märkten für den Wandel zu einer tiergerechteren Haltung einsetzen.

Konkretes Ziel der Initiative ist es, Tierwohl auf breiter Basis in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Fleischwirtschaft und im Lebensmitteleinzelhandel zu verankern, wir wollen keine Nischenlösung für wenige Tiere und Betriebe sein. Das Tierwohl-Konzept ist daher darauf ausgelegt, dass möglichst viele Schweine, Hähnchen und Puten von den Tierwohlmaßnahmen profitieren und damit eine marktweite und branchenübergreifende Wirkung erzielt wird. Die Einhaltung der Tierwohlkriterien überprüfen wir in lückenlosen und unabhängigen Kontrollen.

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Dr. Alexander Hinrichs,
Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung mbH

Unsere Partner

Landwirtschaft

Die Initiative Tierwohl hat ein umfassendes Programm zu objektiven Verbesserungen in der Schweine- und Geflügelhaltung aufgelegt. Landwirte sollen das Tierwohl noch stärker berücksichtigen können, ohne dass dies die Wettbewerbsfähigkeit des Betriebs beeinträchtigt. Die Teilnehmer verpflichten sich, bestimmte Grundanforderungen wie mehr Platz oder Beschäftigungsmaterial umzusetzen. Schweinehaltende Betriebe setzen zudem Wahlkriterien um. Dies wird mit einem entsprechenden Tierwohlentgelt vergütet.

Fleischwirtschaft

Die teilnehmenden Unternehmen der Fleischwirtschaft sind ein wichtiger Baustein der Initiative Tierwohl. Zum einen verpflichten sich die Schlachtunternehmen zu einer zertifizierten Qualitätssicherung. Damit wird beispielsweise die Kontrolle der Betäubungseffektivität sichergestellt. Zum anderen spielen sie auch organisatorisch eine zentrale Rolle. Die Betriebe melden wöchentlich die Zahl der von den Tierwohl-Landwirten gelieferten Tiere an die Initiative und arbeiten aktiv an der Einführung der indexierten Befunddatenerfassung.

Lebensmitteleinzelhandel

Die meisten großen Unternehmen aus dem Lebensmitteleinzelhandel nehmen an der Initiative Tierwohl teil. Damit wird Fleisch von Betrieben, die Tierwohlkriterien umgesetzt haben, auf breiter Basis zugänglich gemacht. Die Unternehmen bringen mit einem Beitrag von 6,25 Cent pro Kilogramm verkaufter Fleischware einen Gesamtbetrag von rund 130 Mio. Euro jährlich als Tierwohlmittel zusammen.

Verbraucher

Mit der Initiative können alle Beteiligten gemeinsam Verantwortung für mehr Tierwohl übernehmen – vom Landwirt bis zum Verbraucher. Der Verbraucher kann mit seiner Eintscheidung für den Einkauf bei einem teilnehmenden Lebensmitteleinzelhändler konkret zu mehr Tierwohl beitragen. Denn unsere Partner geben 6,25 Cent von jedem verkauften Kilogramm Schweine- und Geflügelfleisch und -wurst an die Initiative ab.

Wie wir arbeiten

Mit der Initiative Tierwohl bekennen sich die Verantwortlichen aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel zu ihrer gemeinsamen Verantwortung für Tierhaltung, Tiergesundheit und Tierschutz in der Nutztierhaltung. Gemeinsames Ziel ist es, Verbrauchern weiterhin eine hervorragende Qualität und große Vielfalt an Geflügel- und Schweinefleisch sowie Wurstwaren zu bieten und gleichzeitig eine tiergerechtere Fleischerzeugung zu gewährleisten.

Die Fachausschüsse
Die Fachausschüsse für Geflügel und Schwein formulieren Anforderungen und Verfahren für die Initiative. Sie setzen sich zusammen aus Vertretern des Einzelhandels, der Fleischwirtschaft und der Landwirtschaft. Mit ihrer Expertise bringen sie strategische und operative Maßnahmen auf den Weg.

Der Beraterausschuss
Die Initiative Tierwohl lebt von ihrer Glaubwürdigkeit und der Professionalität ihrer Akteure. Ein wichtiger Faktor ist außerdem, dass die Kriterien umsetzbar, prüfbar und dokumentierbar sind. Ein Beraterausschuss sorgt deshalb dafür, dass die Initiative stets neueste Erkenntnisse aus Wissenschaft, Tierschutz und Verbraucherschutz in ihrer Arbeit berücksichtigen kann. Der Beraterausschuss entwickelt Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Initiative Tierwohl und ermöglicht so eine ständige Verbesserung der Prozesse und Verfahren.

Die Gesellschafter der Initiative Tierwohl sind:

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