So funktioniert´s

Schritt für Schritt erklärt

Die Initiative Tierwohl ist ein Bündnis aus 

Schweinehalter Initiative Tierwohl

Landwirtschaft

Lebensmitteleinzelhandel Initiative Tierwohl

Lebensmittelhandel

Schwein Initiative Tierwohl

Fleischwirtschaft

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Das Tierwohl Siegel

Das Siegel der Initiative Tierwohl gibt mehr Orientierung beim Einkauf: Es zeichnet die Geflügel- und Schweinefleischprodukte aus, die von einem Betrieb stammen, der an der Initiative Tierwohl
teilnimmt und die Tierwohlkriterien umsetzt.

Initiative Tierwohl Siegel
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Die Tierwohl Kriterien

Tierhalter, die an der Initiative Tierwohl teilnehmen, müssen bestimmte Tierwohlkriterien umsetzen.
Diese liegen alle über den gesetzlichen Standards. Für die Umsetzung der Maßnahmen erhält der Landwirt
ein bestimmtes Tierwohlentgelt, mit dem der entstehende Mehraufwand kompensiert wird.

Kriterien Initiative Tierwohl

Mehr Platz im Stall

Teilnehmende Tierhalter verpflichten sich, ihren Tieren mindestens 10 % mehr Platz zur Verfügung zu stellen als gesetzlich vorgeschrieben.

Kriterien Initiative Tierwohl

Mehr Beschäftigungs-möglichkeiten

Damit die Tiere ihrem Spieltrieb nachkommen können, müssen Landwirte ihnen veränderbares, sich verbrauchendes Material bereitstellen. Das können bspw. Stroh, Heu oder Picksteine sein.

Kriterien Initiative Tierwohl

Gesundes Stallklima und Tränkewasser

Jeder Landwirt in der Initiative Tierwohl muss einmal jährlich das Stallklima und Tränkewasser von unabhängigen Experten überprüfen lassen.

Befunddatenerfassung

Damit Tierhalter künftig das Wohlbefinden und den Gesundheitszustand ihrer Schlachttiere noch besser beurteilen und vergleichen können, werden Befunde von Schlachttieren zentral erfasst und indiziert.

Basiskriterien

Tierhalter müssen ausgewählte Kriterien aus dem QS-System übernehmen, z.B. zu tierschutzgerechter Haltung, Hygiene und Tiergesundheit.

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Die Kontrollen

Die Einhaltung der Tierwohlkriterien auf den landwirtschaftlichen Betrieben wird mit Kontrollen durch unabhängige Auditoren überwacht. Diese erfolgen zweimal im Jahr. Zusätzlich wird jährlich von Sachverständigen die Qualität des Tränkewassers und des Stallklimas überprüft.

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Ihre Entscheidung für mehr Tierwohl

In den Märkten unserer Handelspartner können Sie als Verbraucher die Produkte mit Tierwohl-Siegel
einkaufen. Mit dem Kauf zeigen Sie Ihr Interesse an mehr Tierwohl.

Übersicht: So funktioniert’s

Erklärfilm

In diesem Video erklären wir Ihnen, wie die Initiative Tierwohl praktisch funktioniert und wie Sie Tierwohlprodukte im Handel erkennen können.

Aktuelles aus dem Magazin

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Seit ihrer Gründung steht die Initiative Tierwohl immer wieder in der Kritik. Auf die am häufigsten geäußerten Vorwürfe, die sich besonders hartnäckig halten, reagieren wir an dieser Stelle. Die Initiative Tierwohl (ITW) verfolgt einen evolutionären Ansatz. Das bedeutet: Die ITW schaut sich an, wo viele Landwirte heute stehen und welche nächsten Schritte zu mehr Tierwohl […]Weiterlesen

Aktuelles Coronageschehen: Verlängerung aller Lieferberechtigungen

Aufgrund der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus werden die Lieferberechtigungen aller ITW-zertifizierten Standorte um zwei Monate verlängert. Entsprechend der verlängerten ITW-Lieferberechtigung können erforderliche ITW-Audits auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Ist trotz der aktuellen Situation die Durchführung von ITW-Audits vorgesehen, gilt weiterhin, dass diese nur durchgeführt werden, wenn sowohl das Unternehmen als auch der Auditor der […]Weiterlesen

Hier steckt Tier drin – Hätten Sie’s gewusst? Wie tierische Nebenprodukte effizient genutzt werden

Schon mal Schwein geraucht? Nein? Vielleicht schon. Denn wer glaubt, dass die Verwendung von tierischen Produkten beim Fleisch endet, irrt sich. Sogenannte tierische Nebenprodukte, die bei der Schlachtung anfallen, aber nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, finden sich in Konsumgütern genauso wie in – vermeintlich – pflanzlichen Lebensmitteln. Zu diesen Schlachtabfällen gehören etwa Organe, […]Weiterlesen

Mas|sen|tier|hal|tung & Co

Deutsche Landwirte werben seit Monaten lautstark für mehr Respekt vor ihrer Arbeit. Die Nutztierhaltung ist hierbei ein entscheidendes Standbein und eine zuverlässige Quelle für die Erzeugung von hochwertigen Nahrungsmitteln wie Milch, Fleisch und Eier: Güter, die die meisten von uns täglich konsumieren, mit Nährstoffen, die ein gesunder Mensch benötigt. Mit der Produktion kommen wiederum die […]Weiterlesen

Wir machen weiter!

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Gastronomie: dean&david setzt Tierwohl auf die Karte

Die Initiative Tierwohl vermeldet einen Durchbruch in der Gastronomiebranche. Ab dem 1. April 2020 wird dean&david als erstes großes Gastronomieunternehmen Gerichte mit Hähnchenfleisch von Betrieben der Initiative Tierwohl anbieten. Die Initiative Tierwohl bietet neben Partnern aus dem Lebensmitteleinzelhandel auch Gastronomieunternehmen eine Teilnahme an. Damit gibt sie gastronomischen Betrieben die Möglichkeit, dem Wunsch der Verbraucher, mehr […]Weiterlesen
Das Tierwohl-Lexikon
Tierwohllexikon Staubbaden
Staubbaden
Geflügel“badet“ gern in der Bodeneinstreu zur Körperpflege, es ist ein sogenanntes Komfortverhalten. Anschließend ordnen die Tiere das Gefieder wieder mit dem Schnabel.
Raufutter Tierwohllexikon
Raufutter
Mit diesem Begriff ist Futter mit einem hohen Rohfasergehalt gemeint, wie Heu oder Stroh. Es kann die Tiergesundheit fördern und ist deshalb ein Wahlkriterium für Landwirte in der Initiative Tierwohl.
Kloake Tierwohllexikon
Kloake
Bei der Kloake handelt es sich um einen Körperteil des Huhns. Es ist der Ausgang für Urin und Kot aber auch für das Ei.
Beschaeftigungsmaterial Tierwohllexikon
Beschäftigungsmaterial
Gegen Langeweile oder Stress wird Schweinen, Hähnchen und Puten Beschäftigungsmaterial zur Verfügung gestellt. In den Anforderungen der Initiative Tierwohl handelt es sich um organisches, also verbrauchbares, Material wie Picksteine für Hähnchen sowie Puten und Hanfseile für Schweine.
Belegung Tierwohllexikon
Belegung
Belegung bezeichnet die Befruchtung des weiblichen Schweins in der Sauenhaltung. Die Tragzeit dauert dann fast 4 Monate.

Häufig gestellte Fragen

Wer kann bei der Initiative Tierwohl mitmachen?
Der Zugang zur Initiative Tierwohl steht allen Schweinehaltern und Geflügelhaltern (Hähnchen und Pute) offen. Eine Einschränkung besteht darin, dass nur Tierhalter teilnehmen können, die in Deutschland Schweine, Ferkel oder Sauen halten und am QS-System oder an einem vergleichbaren Qualitätssicherungssystem teilnehmen. Hähnchen- und Putenmastbetriebe steht sowohl aus dem In- als auch dem Ausland die Teilnahme offen.
Inwiefern geht es den Tieren jetzt besser?
Alle Tierwohlkriterien der Initiative Tierwohl gehen über die gesetzlichen Standards hinaus. Sie wurden gemeinsam mit Praktikern, Wissenschaftlern und Tierärzten entwickelt. Landwirte müssen beispielsweise mehr Platz, zusätzliches Beschäftigungsmaterial oder das Stallklima regelmäßig von externen Prüfern untersuchen lassen. Eine detaillierte Zusammenstellung der Kriterien der Initiative Tierwohl sehen Sie hier.
Wie wird sichergestellt, dass die Betriebe die Tierwohlkriterien einhalten?
Transparenz und lückenlose Kontrollen sind für den Erfolg der Initiative Tierwohl entscheidend. Daher überprüfen unabhängige Zertifizierungsstellen in regelmäßigen Audits die Einhaltung der Tierwohlkriterien. Jeder Teilnehmer wird mindestens zweimal jährlich überprüft, einmal davon völlig unangekündigt. Nur bei einer bestandenen Prüfung darf der Betrieb an der Initiative Tierwohl teilnehmen. Setzt er die Tierwohl-Vorgaben nicht ordnungsgemäß um, scheidet er aus der Initiative Tierwohl aus und muss ggf. die bislang erhaltenen Tierwohlentgelte zurückerstatten.
Wie erkenne ich das Fleisch aus teilnehmenden Tierwohlbetrieben?
Seit April 2018 gibt es – zunächst für Hähnchen- und Putenfleisch - das Produktsiegel der Initiative Tierwohl, das Sie in den Märkten unserer Handelspartner finden. Immer, wenn Sie dies sehen, kommt das Produkt aus einem Betrieb der Initiative Tierwohl. Initiative Tierwohl Siegel  
Wie wird die Initiative Tierwohl finanziert?
Die Initiative wird durch die teilnehmenden Einzelhandelsketten finanziert. Seit dem 1. Januar 2015 zahlen diese für jedes verkaufte Kilo Fleischware einen festen Betrag an uns. Dieser Betrag hat sich seit 2018 von 4 Cent auf 6,25 Cent pro verkauftem Kilogramm Fleisch und Wurst erhöht, sodass der Handel 130 Millionen Euro jährlich zur Verfügung stellt. In der Zeit von 2015-2020 geben die Handelsunternehmen ganze 645 Millionen Euro an die Initiative Tierwohl ab. Es gibt aber auch Unternehmen, die uns als Fördermitglieder unterstützen, etwa die GELITA AG oder apetito. Sie geben einen Förderbeitrag an uns, mit dem wir etwa innovative Maßnahmen für Tierwohl unterstützen oder erproben können.
Weitere häufig gestellte Fragen