Hackfleisch ist vielseitig, beliebt und schnell zubereitet – doch wussten Sie, dass Sie Hackfleisch auch ganz einfach selbst herstellen können? In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Hackfleisch selber machen, welches Fleisch sich besonders eignet und worauf Sie bei der Verarbeitung mit dem Fleischwolf unbedingt achten sollten.
Warum Hackfleisch selbst herstellen?
Frisch hergestelltes Hackfleisch bietet Ihnen gleich mehrere Vorteile:
- Volle Kontrolle über die Fleischqualität und -zusammensetzung
- Individuelle Mischung aus mageren und fettreicheren Stücken
- Kein Zeitdruck bei der Verwendung, wenn Sie es direkt einfrieren
- Frischer Geschmack im Vergleich zu abgepackter Ware
Welches Fleisch eignet sich für selbstgemachtes Hackfleisch?
Nicht jedes Stück Fleisch ist automatisch geeignet für die Herstellung von Hackfleisch. Die Wahl hängt davon ab, welches Gericht Sie zubereiten möchten – und ob Sie ein besonders mageres oder ein saftiges Hack bevorzugen.
Geeignete Fleischstücke für Rinderhack:
Für mageres Hack eignet sich Rinderhüfte oder Keule. Diese Stücke enthalten wenig Fett und sind ideal für alle, die auf eine fettärmere Ernährung achten. Schulter und Brust vom Rind hingegen enthalten mehr Fett – dadurch wird das Hackfleisch saftiger und intensiver im Geschmack.
- Rinderhüfte
- Schulter
- Brust (etwas fetter)
Für gemischtes Hack (Rind und Schwein):
Gemischtes Hack kombiniert die Struktur und das Aroma von Rindfleisch mit dem saftigen, leicht süßlichen Geschmack von Schweinefleisch. Besonders ausgewogen wird die Mischung mit Schulter vom Rind und Nacken vom Schwein – ideal für Frikadellen oder Hackbraten.
- Rind: Schulter oder Keule
- Schwein: Nacken oder Schulter
Für reines Schweinehack:
Schweineschulter liefert ein gutes Verhältnis von Fett und Muskelfleisch, das für viele Gerichte perfekt geeignet ist. Der Nacken hingegen ist deutlich saftiger, da er stärker marmoriert ist – perfekt für besonders aromatisches Hack.
- Schweineschulter
- Nacken
Tipp: Eine gute Hackfleischmischung enthält etwa 20 % Fett – so bleibt das Hack beim Braten saftig und aromatisch.
Mehr zum Unterschied zwischen Hackfleisch und Mett lesen Sie hier: Unterschied Mett und Hackfleisch.
Hackfleisch selber machen mit dem Fleischwolf
Ein Fleischwolf ist das klassische Küchengerät zur Herstellung von Hackfleisch. Es gibt sowohl manuelle als auch elektrische Modelle. Für gelegentlichen Gebrauch reicht meist ein manuelles Gerät, bei größeren Mengen lohnt sich die elektrische Variante.

So gehen Sie vor:
- Hygiene beachten: Hände, Messer, Brett und alle Gerätschaften vorab gründlich reinigen.
- Fleisch vorbereiten: Sehnen, grobes Fett und Silberhaut entfernen.
- In Würfel schneiden: ca. 2–3 cm Kantenlänge – so lässt es sich leichter wolfen.
- Kurz anfrieren: Leicht angefrorenes Fleisch lässt sich besser schneiden und bleibt beim Wolfen kompakt.
- Wolfen: Das Fleisch durch die mittlere Lochscheibe drehen. Für besonders feines Hack ein zweites Mal wolfen.
Tipp: Wer mag, kann auch Zwiebeln oder Kräuter gleich mit wolfen – ideal für Frikadellen oder Hackbraten. Würzen können Sie das Hackfleisch natürlich auch gern im Nachhinein.
Wichtige Hygienetipps
Hackfleisch ist aufgrund seiner großen Oberfläche besonders anfällig für Keime. Daher gilt:
- Nur frisches Fleisch verwenden
- Direkt verarbeiten oder kühlen (max. 4 °C)
- Rückstände sofort entfernen und Geräte direkt nach der Nutzung reinigen.
- Nicht roh probieren, insbesondere bei gemischtem oder Schweinehack.
Mehr zum Thema Lagerung finden Sie hier:
Fazit: Hackfleisch selber machen – frisch, flexibel und sicher
Wenn Sie Hackfleisch selbst herstellen, gewinnen Sie nicht nur an Frische und Geschmack, sondern auch an Sicherheit. Mit dem richtigen Fleisch, einem sauberen Fleischwolf und etwas Vorbereitung gelingt es ganz einfach. Achten Sie auf hochwertige Zutaten und eine sorgfältige Hygiene – so wird Ihr selbstgemachtes Hack zur besten Basis für viele köstliche Gerichte.