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Kerntemperatur: Rindfleisch Medium garen 

8. September 2025
Roastbeef wird aufgeschnitten

Ein perfekt gegartes Rindersteak ist ein echter Genuss. Knusprige Röstaromen außen, innen zartrosa – genau diesen Punkt treffen Sie nur mit der richtigen Kerntemperatur. Ob Steak, Braten oder Burger: Jede Zubereitung braucht andere Temperaturen, um den Garpunkt beim Rind sicher zu erreichen. Hier erfahren Sie, wie Sie Steaks Medium grillen, Burger durchgaren und worauf Sie beim Messen achten müssen. 

Die optimale Kerntemperatur 

Um ein Stück Rindfleisch Medium zu braten, sollte es im Fleischkern bei rund 55 bis 58 Grad gegart werden. So bleibt das Fleisch saftig, rosa und aromatisch. Gerade bei dickeren Steaks lohnt es sich, zuerst scharf anzubraten und dann bei indirekter Hitze fertig zu garen. Eine kurze Ruhezeit von ein paar Minuten sorgt dafür, dass der Fleischsaft sich gleichmäßig verteilt. 

Warum ist die Kerntemperatur bei Rind wichtig? 

Die richtige Kerntemperatur entscheidet nicht nur über den Geschmack, sondern auch über die Sicherheit – vor allem bei der Zubereitung von Hackfleisch. Während Steaks gern Medium oder Medium Rare gegessen werden, sollte ein Burger aus Rinderhack immer komplett durchgegart sein. So treffen Sie den Garpunkt bei Rind und servieren Fleisch, das sicher und saftig zugleich ist.

Kerntemperatur: Rind im Ofen oder auf dem Grill 

Ob Sie Ihr Steak auf dem Grill brutzeln oder im Backofen nachgaren: Der empfohlene Temperaturbereich bleibt gleich. Wichtig ist, dass das Fleisch gleichmäßig Hitze bekommt. Scharfes Anbraten bei hoher Temperatur sorgt für Röstaromen, langsames Nachgaren bringt es auf den Punkt. 

Wo misst man die Kerntemperatur beim Rind? 

Stechen Sie Ihr Bratenthermometer immer in die dickste Stelle des Fleischstücks. Bei Burgern wird die Kerntemperatur in der Mitte des Patties gemessen, da hier die Hitze am spätesten ankommt. 

Darum nie am Knochen messen 

Bei Steaks mit Knochen, wie etwa T-Bone oder Tomahawk, sollte das Thermometer ins Fleisch und nicht direkt an den Knochen gehalten werden. Der Knochen leitet Wärme schneller als Muskelfleisch, wodurch der Wert verfälscht wird. Wer nah am Knochen misst, riskiert, dass das Fleisch noch roh ist, obwohl die Anzeige bereits „gar“ meldet

Kerntemperatur des Rinderhacks bei Burgern 

Im Unterschied zu Steak muss ein Burger aus Rinderhack immer gut durchgegart werden. Frisches Hack kann Keime enthalten, die nur bei ausreichender Hitze abgetötet werden. Für Burger gilt daher: mindestens 70 Grad Kerntemperatur, damit sie sicher gegessen werden können. 

Die Kerntemperatur bei Steaks ohne Thermometer erkennen 

Wenn Sie kein Thermometer zur Hand haben, können Sie die Druckprobe durchführen: Öffnen Sie die Hand locker, sodass sich der Handballen unterhalb des Daumens so weich anfühlt wie ein Rare-Steak. Wenn Sie Daumen und Mittelfinger zusammendrücken, wird der Handballen fester – das entspricht der Garstufe „medium”. Bei Burgern funktioniert diese Methode allerdings nicht zuverlässig, weshalb hier ein Thermometer Pflicht ist. 

Ruhezeit nicht vergessen 

Gönnen Sie Ihrem Steak nach dem Garen eine Ruhephase von fünf bis zehn Minuten. So verteilt sich der Fleischsaft besser im Steak, und beim Aufschneiden bleibt es schön saftig. 

Typische Fehler vermeiden 

Achten Sie darauf, dass das Steak nicht bei zu hoher direkter Hitze verbrennt, während der Kern noch roh ist. Messen Sie die Temperatur an der dicksten Stelle und vermeiden Sie bei Steaks mit Knochen den Kontakt zum Knochen. Lassen Sie Ihr Fleisch außerdem nicht sofort aufgeschnitten liegen. Wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet ein Bratenthermometer. 

Rind-Kerntemperatur: Tabelle im Überblick 

Garstufe Kerntemperatur 
Rare 48–52 °C 
Medium Rare 52–55 °C 
Medium 55–58 °C 
Well Done 60–65 °C 
Burger mind. 70 °C 

Fazit: So treffen Sie die Medium-Kerntemperatur beim Rindfleisch 

Die richtige Kerntemperatur für Rind Medium sorgt dafür, dass Ihr Fleisch saftig, aromatisch und sicher gegart auf dem Teller landet. Ob Steak, Braten oder Burger: Messen Sie die Temperatur mit einem Thermometer an der dicksten Stelle, niemals am Knochen. So wird jedes Stück Rind zum Genuss. 

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