Die Initiative Tierwohl

– fördert mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung
– überprüft die Tierhaltung
– vergibt das Siegel
– fördert Innovation in der Tierhaltung
Hier geht‘s zu den Kriterien
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Millionen Tiere profitieren bereits von der Initiative Tierwohl.

So funktioniert die Initiative Tierwohl
Siegel der Initiative Tierwohl
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landwirtschaftliche Betriebe nehmen bereits teil.

Icon Pute Initiative Tierwohl

Icon Schwein Initiative Tierwohl

Icon Huhn Initiative Tierwohl

Partner stellen sich vor

Wie können Sie einen aktiven Beitrag leisten?

Als Verbraucher

Als Kunde bei einem unserer Handelspartner können Sie erkennen, welches Stück Fleisch aus einem Tierwohl-Betrieb kommt. Dafür finden Sie auf Geflügelfleischprodukten und zunehmend auch auf Schweinefleischprodukten dieses Siegel. Mit dem Kauf zeigen Sie Ihr Interesse an mehr Tierwohl.

Als Landwirt

Setzen Sie selbst mehr Tierwohl um. Mit der Teilnahme Ihres Betriebs an der Initiative Tierwohl verpflichten Sie sich zur Einhaltung von Kriterien, die über gesetzliche Anforderungen hinausgehen. Der finanzielle Aufwand dafür wird von der Initiative Tierwohl kompensiert, sodass Ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht beeinträchtigt wird.

Aktuelles aus dem Magazin

Grafik: Hilft bei Grippe ein Schnitzel?

Bei Grippe ein Schnitzel: Die größten Mythen zum Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung im Faktencheck

Sie halten sich hartnäckig – doch was ist eigentlich dran an den Mythen über den Antibiotikaeinsatz in der Landwirtschaft? Geht der aktuelle Trend tatsächlich in Richtung mehr Antibiotika? Stimmt es, dass Antibiotikum im Fleisch steckt? Und hilft bei Grippe tatsächlich ein Schnitzel? Hier der Faktencheck: Eine provokante Frage. Dennoch nachvollziehbar, denn dort, wo Antibiotikum gegeben […]Weiterlesen

Land in Sicht: Über das Ringelschwanzproblem

Die erfolgreiche Videoreihe „Land in Sicht“ schließt mit der vorerst letzten und sechsten Folge „Das Ringelschwanzproblem“. Rosa, Rüssel, Ringelschwanz – so lässt sich ein Schwein in drei Worten beschreiben. Nur: Bei einigen Tieren fehlt der Ringelschwanz, er wurde gekürzt. Warum ist das so? Und: Welche Alternativen gibt es dazu? Um diese Fragen zu klären, besucht […]Weiterlesen
Innovationspreis Tierwohl Logo

Endspurt für den Innovationspreis Tierwohl 2020 – jetzt bewerben!

Im April diesen Jahres wurde zum ersten Mal der Innovationspreis Tierwohl verliehen. Die Ausschreibung für das Rennen um die Auszeichnung weiterer Projekte geht in die Schlussphase: Noch bis zum 15. Oktober können Tierhalter und Wissenschaftler sich mit ihren Projekten bewerben. Der Countdown läuft Bis dahin können alle interessierten Landwirte, Fachexperten und Wissenschaftler ihre innovativen Ideen […]Weiterlesen
Vanessa Meisinger und Gesa Lampe im Gespräch

Land in Sicht: Aus dem Leben einer Landwirtin

In „Die Landwirtin von heute“ aus der Videoreihe „Land in Sicht“ stehen mal nicht die Tiere sondern die Menschen im Mittelpunkt. Genaugenommen: Landwirtin Gesa Lampe. Im Sommer 2017 hat sie den elterlichen Betrieb übernommen und ganz schön viel Verantwortung. Beim Besuch unseres Kamerateams mit Reporterin Vanessa Meisinger zeigt sie uns, was das bedeutet. Hier gibt […]Weiterlesen
Peer Sachteleben vor dem Schweinemobil

Peer Sachteleben – Innovation aus dem Schweinestall

Peer Sachteleben: Schweinehalter, Erfinder, Familienvater – und Gewinner des Innovationspreises Tierwohl 2019. Die Nähe zur Landwirtschaft ist dem heute 25-Jährigen in die Wiege gelegt worden. Aber dass er einmal für seine Art der Nutztierhaltung ausgezeichnet werden würde, damit hat wohl niemand gerechnet. So wuchs er auf dem Schlehbaumhof auf, einer geschichtsträchtigen Hofanlage mit Ackerbau. Seine […]Weiterlesen

Land in Sicht: Die Puten

In dieser Ausgabe der Videoreihe „Land in Sicht“ geht Reporterin Vanessa mit den Puten von Jürgen Henkelmann auf Tuchfühlung, um sich über die Geflügelart schlau zu machen: Ist eine Pute das gleiche wie ein Truthahn? Und wie groß und schwer werden die Tiere im Durchschnitt? Dies und mehr könnt ihr in der Folge “ Die […]Weiterlesen
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Das machen die Teilnehmer der Initiative Tierwohl

Der Initiative Tierwohl können sich Landwirte anschließen, die Schweine, Hähnchen oder Puten halten. Sie verpflichten sich, bestimmte Grundanforderungen wie mehr Platz und Beschäftigungsmaterial oder zusätzliche Wahlkriterien für mehr Tierwohl umzusetzen. Für ihren Mehraufwand erhalten die Landwirte einen finanziellen Ausgleich.

Die Schlachtbetriebe in der Initiative Tierwohl nehmen an einer zertifizierten Qualitätssicherung teil. Damit wird beispielsweise die Kontrolle der Betäubungseffektivität sichergestellt. Zudem erfassen Sie die Schlachtbefunddaten, die Rückschlüsse auf die Tiergesundheit ermöglichen, und geben diese in eine zentrale Datenbank ein. Aber auch organisatorisch spielen Schlachtbetriebe für die Initiative Tierwohleine zentrale Rolle. Sie melden uns wöchentlich die Anzahl der Tiere, die ein Tierwohl-Landwirt geliefert hat. Das ist die Grundlage für den finanziellen Ausgleich der Landwirte.

Die meisten großen Lebensmitteleinzelhändler nehmen an der Initiative Tierwohl teil. Sie finanzieren die Initiative Tierwohl. Mit einem Beitrag von 6,25 Cent pro Kilogramm verkaufter Fleischware bringen sie einen Gesamtbetrag von rund 130 Mio. Euro jährlich in die Initiative Tierwohl ein. Geld, mit dem Landwirte Tierwohlkriterien umsetzen können. Die Produkte dieser Landwirte können Sie dann in den Märkten unserer Handelspartner immer häufiger am Tierwohl-Siegel erkennen.

Auch Verbraucher tragen mit ihrer Kaufentscheidung zum Tierwohl bei. Als Kunde bei einem unserer Handelspartner leisten Sie einen aktiven Beitrag zur Förderung des Tierwohls. Für jedes Stück Fleisch oder Wurst wird vom Händler ein Beitrag an die Initiative Tierwohl abgeführt. Zudem können Sie erkennen, welches Stück Fleisch aus einem Tierwohl-Betrieb kommt. Dafür finden Sie auf Geflügelfleischprodukten und zunehmend auch auf Schweinefleischprodukten dieses Siegel. Mit dem Kauf zeigen Sie Ihr Interesse an mehr Tierwohl. 

Teilnehmender Lebensmitteleinzelhandel

Teilnehmender Lebensmitteleinzelhandel: Aldi Süd, Aldi Nord, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto, Rewe, Wasgau

Die 5 häufigsten Fragen

  • Für Landwirte
  • Für Verbraucher
Gibt es einen Sanktionskatalog?
Nein, jeder Verstoß gegen die Programmanforderungen wird immer einzelbetrieblich betrachtet und als Einzelfall bewertet.
Was passiert, wenn der Betrieb vergrößert wird, der Tierbestand aufgestockt wird oder weitere Kriterien hinzukommen sollen?
Sämtliche Kriterien müssen immer für alle Tiere und alle Bereiche des angemeldeten Betriebs (VVVO-Nummer, Produktionsart) eingehalten werden, also auch für die neuen Betriebsteile und die zusätzlichen Tiere. Ein Zahlungsanspruch auf Tierwohlentgelt für die zusätzlichen Tiere besteht allerdings erst nach erfolgreichem Bestätigungsaudit durch die Zertifizierungsstelle. Auch für eine Ausweitung der Kriterien gilt: Diese Änderung muss zuvor über den Bündler bei der Trägergesellschaft angemeldet werden und dann in einem Audit überprüft werden. Erst nach bestandenem Bestätigungsaudit besteht ein Zahlungsanspruch.
Wie können Kriterien geändert werden?
Im Ausnahmefall und frühestens nach 12 Monaten können die Kriterien geändert werden. Diese Änderung muss zuvor über den Bündler bei der Trägergesellschaft angemeldet werden und dann in einem Audit überprüft werden. Erst nach bestandenem Bestätigungsaudit wird die Änderung wirksam.
Müssen alle angemeldeten Kriterien eingehalten werden?
Ja, sämtliche angemeldeten Kriterien müssen erfüllt werden. Es genügt nicht, nur einen Teil einzuhalten: wenn ein Kriterium nicht erfüllt ist, hat der angemeldete Betrieb (VVVO-Nummer und Produktionsart) das Audit nicht bestanden. Achtung: es gibt nur die Bewertung „bestanden“ oder „nicht bestanden“. Nicht erfüllte Kriterien können nicht über Korrekturmaßnahmen abgearbeitet werden.
Sind die Audits unangekündigt?
Jeder Betrieb wird zweimal pro Jahr überprüft. Es gibt unterschiedliche Arten von Audits, also Kontrollen auf dem Tierwohl-Betrieb. Das umfassende Audit (mit Dokumentenprüfung) wird maximal 24 Stunden vor Kontrolle angemeldet. Zusätzlich gibt es ein zweites jährliches Audit. Hier werden nur die Kriterien im Stall untersucht und es findet völlig unangekündigt statt. Die Stallklima- und Tränkewasserchecks können Landwirte selbst beauftragen.  
Wer kann bei der Initiative Tierwohl mitmachen?
Der Zugang zur Initiative Tierwohl steht allen Schweinehaltern und Geflügelhaltern (Hähnchen und Pute) offen. Eine Einschränkung besteht darin, dass nur Tierhalter teilnehmen können, die in Deutschland Schweine, Ferkel oder Sauen halten und am QS-System oder an einem vergleichbaren Qualitätssicherungssystem teilnehmen. Hähnchen- und Putenmastbetriebe steht sowohl aus dem In- als auch dem Ausland die Teilnahme offen.
Inwiefern geht es den Tieren jetzt besser?
Alle Tierwohlkriterien der Initiative Tierwohl gehen über die gesetzlichen Standards hinaus. Sie wurden gemeinsam mit Praktikern, Wissenschaftlern und Tierärzten entwickelt. Landwirte müssen beispielsweise mehr Platz, zusätzliches Beschäftigungsmaterial oder das Stallklima regelmäßig von externen Prüfern untersuchen lassen. Eine detaillierte Zusammenstellung der Kriterien der Initiative Tierwohl sehen Sie hier.
Wie wird sichergestellt, dass die Betriebe die Tierwohlkriterien einhalten?
Transparenz und lückenlose Kontrollen sind für den Erfolg der Initiative Tierwohl entscheidend. Daher überprüfen unabhängige Zertifizierungsstellen in regelmäßigen Audits die Einhaltung der Tierwohlkriterien. Jeder Teilnehmer wird mindestens zweimal jährlich überprüft, einmal davon völlig unangekündigt. Nur bei einer bestandenen Prüfung darf der Betrieb an der Initiative Tierwohl teilnehmen. Setzt er die Tierwohl-Vorgaben nicht ordnungsgemäß um, scheidet er aus der Initiative Tierwohl aus und muss ggf. die bislang erhaltenen Tierwohlentgelte zurückerstatten.
Wie erkenne ich das Fleisch aus teilnehmenden Tierwohlbetrieben?
Seit April 2018 gibt es – zunächst für Hähnchen- und Putenfleisch - das Produktsiegel der Initiative Tierwohl, das Sie in den Märkten unserer Handelspartner finden. Immer, wenn Sie dies sehen, kommt das Produkt aus einem Betrieb der Initiative Tierwohl. Initiative Tierwohl Siegel  
Wie wird die Initiative Tierwohl finanziert?
Die Initiative wird durch die teilnehmenden Einzelhandelsketten finanziert. Seit dem 1. Januar 2015 zahlen diese für jedes verkaufte Kilo Fleischware einen festen Betrag an uns. Dieser Betrag hat sich seit 2018 von 4 Cent auf 6,25 Cent pro verkauftem Kilogramm Fleisch und Wurst erhöht, sodass der Handel 130 Millionen Euro jährlich zur Verfügung stellt. In der Zeit von 2015-2020 geben die Handelsunternehmen ganze 645 Millionen Euro an die Initiative Tierwohl ab. Es gibt aber auch Unternehmen, die uns als Fördermitglieder unterstützen, etwa die GELITA AG oder apetito. Sie geben einen Förderbeitrag an uns, mit dem wir etwa innovative Maßnahmen für Tierwohl unterstützen oder erproben können.
Weitere häufig gestellte Fragen