Die Initiative Tierwohl

– fördert mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung
– überprüft die Tierhaltung
– vergibt das Siegel
– fördert Innovation in der Tierhaltung
Hier geht‘s zu den Kriterien
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Millionen Tiere profitieren bereits von der Initiative Tierwohl.

Siegel der Initiative Tierwohl
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landwirtschaftliche Betriebe nehmen bereits teil.

Icon Pute Initiative Tierwohl

Icon Schwein Initiative Tierwohl

Icon Huhn Initiative Tierwohl

Partner stellen sich vor

Wie können Sie einen aktiven Beitrag leisten?

Als Verbraucher

Als Kunde bei einem unserer Handelspartner können Sie erkennen, welches Stück Fleisch aus einem Tierwohl-Betrieb kommt. Dafür finden Sie auf Geflügelfleischprodukten und zunehmend auch auf Schweinefleischprodukten dieses Siegel. Mit dem Kauf zeigen Sie Ihr Interesse an mehr Tierwohl.

Als Landwirt

Setzen Sie selbst mehr Tierwohl um. Mit der Teilnahme Ihres Betriebs an der Initiative Tierwohl verpflichten Sie sich zur Einhaltung von Kriterien, die über gesetzliche Anforderungen hinausgehen. Der finanzielle Aufwand dafür wird von der Initiative Tierwohl kompensiert, sodass Ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht beeinträchtigt wird.

Aktuelles aus dem Magazin

Die Initiative Tierwohl in der Kritik – unsere Antworten

Seit ihrer Gründung steht die Initiative Tierwohl immer wieder in der Kritik. Auf die am häufigsten geäußerten Vorwürfe, die sich besonders hartnäckig halten, reagieren wir an dieser Stelle. Die Initiative Tierwohl (ITW) verfolgt einen evolutionären Ansatz. Das bedeutet: Die ITW schaut sich an, wo viele Landwirte heute stehen und welche nächsten Schritte zu mehr Tierwohl […]Weiterlesen

Aktuelles Coronageschehen: Verlängerung aller Lieferberechtigungen

Aufgrund der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus werden die Lieferberechtigungen aller ITW-zertifizierten Standorte um zwei Monate verlängert. Entsprechend der verlängerten ITW-Lieferberechtigung können erforderliche ITW-Audits auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Ist trotz der aktuellen Situation die Durchführung von ITW-Audits vorgesehen, gilt weiterhin, dass diese nur durchgeführt werden, wenn sowohl das Unternehmen als auch der Auditor der […]Weiterlesen

Hier steckt Tier drin – Hätten Sie’s gewusst? Wie tierische Nebenprodukte effizient genutzt werden

Schon mal Schwein geraucht? Nein? Vielleicht schon. Denn wer glaubt, dass die Verwendung von tierischen Produkten beim Fleisch endet, irrt sich. Sogenannte tierische Nebenprodukte, die bei der Schlachtung anfallen, aber nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, finden sich in Konsumgütern genauso wie in – vermeintlich – pflanzlichen Lebensmitteln. Zu diesen Schlachtabfällen gehören etwa Organe, […]Weiterlesen

Mas|sen|tier|hal|tung & Co

Deutsche Landwirte werben seit Monaten lautstark für mehr Respekt vor ihrer Arbeit. Die Nutztierhaltung ist hierbei ein entscheidendes Standbein und eine zuverlässige Quelle für die Erzeugung von hochwertigen Nahrungsmitteln wie Milch, Fleisch und Eier: Güter, die die meisten von uns täglich konsumieren, mit Nährstoffen, die ein gesunder Mensch benötigt. Mit der Produktion kommen wiederum die […]Weiterlesen

Wir machen weiter!

Die Teilnehmer aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel haben sich auf eine Fortsetzung der Initiative Tierwohl im Rahmen einer dritten Programmphase verständigt. Das gab Geschäftsführer Dr. Alexander Hinrichs heute im Rahmen eines Pressetermins im Vorfeld der Grünen Woche 2020 in Berlin bekannt. Das Ziel: Noch mehr Tierhalter sollen teilnehmen können bei gleichbleibender Planungssicherheit. Verbraucher finden neben […]Weiterlesen

Gastronomie: dean&david setzt Tierwohl auf die Karte

Die Initiative Tierwohl vermeldet einen Durchbruch in der Gastronomiebranche. Ab dem 1. April 2020 wird dean&david als erstes großes Gastronomieunternehmen Gerichte mit Hähnchenfleisch von Betrieben der Initiative Tierwohl anbieten. Die Initiative Tierwohl bietet neben Partnern aus dem Lebensmitteleinzelhandel auch Gastronomieunternehmen eine Teilnahme an. Damit gibt sie gastronomischen Betrieben die Möglichkeit, dem Wunsch der Verbraucher, mehr […]Weiterlesen
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Das machen die Teilnehmer der Initiative Tierwohl

Der Initiative Tierwohl können sich Landwirte anschließen, die Schweine, Hähnchen oder Puten halten. Sie verpflichten sich, bestimmte Grundanforderungen wie mehr Platz und Beschäftigungsmaterial oder zusätzliche Wahlkriterien für mehr Tierwohl umzusetzen. Für ihren Mehraufwand erhalten die Landwirte einen finanziellen Ausgleich.

Die Schlachtbetriebe in der Initiative Tierwohl nehmen an einer zertifizierten Qualitätssicherung teil. Damit wird beispielsweise die Kontrolle der Betäubungseffektivität sichergestellt. Zudem erfassen Sie die Schlachtbefunddaten, die Rückschlüsse auf die Tiergesundheit ermöglichen, und geben diese in eine zentrale Datenbank ein. Aber auch organisatorisch spielen Schlachtbetriebe für die Initiative Tierwohleine zentrale Rolle. Sie melden uns wöchentlich die Anzahl der Tiere, die ein Tierwohl-Landwirt geliefert hat. Das ist die Grundlage für den finanziellen Ausgleich der Landwirte.

Die meisten großen Lebensmitteleinzelhändler nehmen an der Initiative Tierwohl teil. Sie finanzieren die Initiative Tierwohl. Mit einem Beitrag von 6,25 Cent pro Kilogramm verkaufter Fleischware bringen sie einen Gesamtbetrag von rund 130 Mio. Euro jährlich in die Initiative Tierwohl ein. Geld, mit dem Landwirte Tierwohlkriterien umsetzen können. Die Produkte dieser Landwirte können Sie dann in den Märkten unserer Handelspartner immer häufiger am Tierwohl-Siegel erkennen.

Auch Verbraucher tragen mit ihrer Kaufentscheidung zum Tierwohl bei. Als Kunde bei einem unserer Handelspartner leisten Sie einen aktiven Beitrag zur Förderung des Tierwohls. Für jedes Stück Fleisch oder Wurst wird vom Händler ein Beitrag an die Initiative Tierwohl abgeführt. Zudem können Sie erkennen, welches Stück Fleisch aus einem Tierwohl-Betrieb kommt. Dafür finden Sie auf Geflügelfleischprodukten und zunehmend auch auf Schweinefleischprodukten dieses Siegel. Mit dem Kauf zeigen Sie Ihr Interesse an mehr Tierwohl. 

Teilnehmender Lebensmitteleinzelhandel

Die 5 häufigsten Fragen

  • Für Landwirte
  • Für Verbraucher
Gibt es einen Sanktionskatalog?
Nein, jeder Verstoß gegen die Programmanforderungen wird immer einzelbetrieblich betrachtet und als Einzelfall bewertet.
Was passiert, wenn der Betrieb vergrößert wird, der Tierbestand aufgestockt wird oder weitere Kriterien hinzukommen sollen?
Sämtliche Kriterien müssen immer für alle Tiere und alle Bereiche des angemeldeten Betriebs (VVVO-Nummer, Produktionsart) eingehalten werden, also auch für die neuen Betriebsteile und die zusätzlichen Tiere. Ein Zahlungsanspruch auf Tierwohlentgelt für die zusätzlichen Tiere besteht allerdings erst nach erfolgreichem Bestätigungsaudit durch die Zertifizierungsstelle. Auch für eine Ausweitung der Kriterien gilt: Diese Änderung muss zuvor über den Bündler bei der Trägergesellschaft angemeldet werden und dann in einem Audit überprüft werden. Erst nach bestandenem Bestätigungsaudit besteht ein Zahlungsanspruch.
Wie können Kriterien geändert werden?
Im Ausnahmefall und frühestens nach 12 Monaten können die Kriterien geändert werden. Diese Änderung muss zuvor über den Bündler bei der Trägergesellschaft angemeldet werden und dann in einem Audit überprüft werden. Erst nach bestandenem Bestätigungsaudit wird die Änderung wirksam.
Müssen alle angemeldeten Kriterien eingehalten werden?
Ja, sämtliche angemeldeten Kriterien müssen erfüllt werden. Es genügt nicht, nur einen Teil einzuhalten: wenn ein Kriterium nicht erfüllt ist, hat der angemeldete Betrieb (VVVO-Nummer und Produktionsart) das Audit nicht bestanden. Achtung: es gibt nur die Bewertung „bestanden“ oder „nicht bestanden“. Nicht erfüllte Kriterien können nicht über Korrekturmaßnahmen abgearbeitet werden.
Sind die Audits unangekündigt?
Jeder Betrieb wird zweimal pro Jahr überprüft. Es gibt unterschiedliche Arten von Audits, also Kontrollen auf dem Tierwohl-Betrieb. Das umfassende Audit (mit Dokumentenprüfung) wird maximal 24 Stunden vor Kontrolle angemeldet. Zusätzlich gibt es ein zweites jährliches Audit. Hier werden nur die Kriterien im Stall untersucht und es findet völlig unangekündigt statt. Die Stallklima- und Tränkewasserchecks können Landwirte selbst beauftragen.  
Wer kann bei der Initiative Tierwohl mitmachen?
Der Zugang zur Initiative Tierwohl steht allen Schweinehaltern und Geflügelhaltern (Hähnchen und Pute) offen. Eine Einschränkung besteht darin, dass nur Tierhalter teilnehmen können, die in Deutschland Schweine, Ferkel oder Sauen halten und am QS-System oder an einem vergleichbaren Qualitätssicherungssystem teilnehmen. Hähnchen- und Putenmastbetriebe steht sowohl aus dem In- als auch dem Ausland die Teilnahme offen.
Inwiefern geht es den Tieren jetzt besser?
Alle Tierwohlkriterien der Initiative Tierwohl gehen über die gesetzlichen Standards hinaus. Sie wurden gemeinsam mit Praktikern, Wissenschaftlern und Tierärzten entwickelt. Landwirte müssen beispielsweise mehr Platz, zusätzliches Beschäftigungsmaterial oder das Stallklima regelmäßig von externen Prüfern untersuchen lassen. Eine detaillierte Zusammenstellung der Kriterien der Initiative Tierwohl sehen Sie hier.
Wie wird sichergestellt, dass die Betriebe die Tierwohlkriterien einhalten?
Transparenz und lückenlose Kontrollen sind für den Erfolg der Initiative Tierwohl entscheidend. Daher überprüfen unabhängige Zertifizierungsstellen in regelmäßigen Audits die Einhaltung der Tierwohlkriterien. Jeder Teilnehmer wird mindestens zweimal jährlich überprüft, einmal davon völlig unangekündigt. Nur bei einer bestandenen Prüfung darf der Betrieb an der Initiative Tierwohl teilnehmen. Setzt er die Tierwohl-Vorgaben nicht ordnungsgemäß um, scheidet er aus der Initiative Tierwohl aus und muss ggf. die bislang erhaltenen Tierwohlentgelte zurückerstatten.
Wie erkenne ich das Fleisch aus teilnehmenden Tierwohlbetrieben?
Seit April 2018 gibt es – zunächst für Hähnchen- und Putenfleisch - das Produktsiegel der Initiative Tierwohl, das Sie in den Märkten unserer Handelspartner finden. Immer, wenn Sie dies sehen, kommt das Produkt aus einem Betrieb der Initiative Tierwohl. Initiative Tierwohl Siegel  
Wie wird die Initiative Tierwohl finanziert?
Die Initiative wird durch die teilnehmenden Einzelhandelsketten finanziert. Seit dem 1. Januar 2015 zahlen diese für jedes verkaufte Kilo Fleischware einen festen Betrag an uns. Dieser Betrag hat sich seit 2018 von 4 Cent auf 6,25 Cent pro verkauftem Kilogramm Fleisch und Wurst erhöht, sodass der Handel 130 Millionen Euro jährlich zur Verfügung stellt. In der Zeit von 2015-2020 geben die Handelsunternehmen ganze 645 Millionen Euro an die Initiative Tierwohl ab. Es gibt aber auch Unternehmen, die uns als Fördermitglieder unterstützen, etwa die GELITA AG oder apetito. Sie geben einen Förderbeitrag an uns, mit dem wir etwa innovative Maßnahmen für Tierwohl unterstützen oder erproben können.
Weitere häufig gestellte Fragen