Über uns

Liebe Leserinnen und Leser,
 
vielen Dank für Ihr Interesse an der Initiative Tierwohl. Vielleicht haben Sie unser Siegel im Supermarkt auf Geflügel- oder Schweinefleischprodukten entdeckt und möchten nun gern erfahren, was es damit auf sich hat. Auf unserer Website finden Sie hoffentlich die Antworten auf Ihre Fragen.

Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Gesellschaft
zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung mbH

Vorweg: Kein anderes Programm ist derzeit so wirksam, praxistauglich und marktfähig. Es geht uns darum, die Landwirte dort abzuholen, wo sie stehen. Denn nur wenn viele mitmachen, können auch viele Tiere profitieren. Und das ist die Bedingung dafür, dass Tierwohl nicht in der Nische landet, sondern sich in der Landwirtschaft weiter verbreitet. Um ein besseres Verständnis für unsere Kernaufgabe – das Tierwohl in der Nutztierhaltung in der Breite zu verbessern – zu wecken, finden Sie auf unseren Seiten allerlei Wissenswertes zur Tierhaltung. Wir laden Sie ein, Schweine-, Puten- und Hähnchenhalter aus der Initiative Tierwohl kennenzulernen und so eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, woher Produkte mit unserem Siegel stammen. Wir hoffen, Sie mit unserem Informationsangebot gut zu unterstützen und noch besser informieren zu können.

Ihr Dr. Alexander Hinrichs

Über die Initiative

Mit der Initiative Tierwohl setzen sich Unternehmen und Verbände aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel erstmalig gemeinsam für eine tiergerechtere und nachhaltigere Fleischerzeugung ein. Die Partner wollen die Standards in der Nutztierhaltung für Schweine und Geflügel marktweit ausbauen. Davon profitieren derzeit rund 600 Millionen Schweine, Hähnchen und Puten. Möglich machen das die teilnehmenden Handelsunternehmen, die den Mehraufwand finanzieren. Und die Verbraucher, die sich mit ihrer Entscheidung für den Einkauf in den entsprechenden Märkten für den Wandel zu einer tiergerechteren Haltung einsetzen.

Konkretes Ziel der Initiative ist es, Tierwohl auf breiter Basis in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Fleischwirtschaft und im Lebensmitteleinzelhandel zu verankern, wir wollen keine Nischenlösung für wenige Tiere und Betriebe sein. Das Tierwohl-Konzept ist daher darauf ausgelegt, dass möglichst viele Schweine, Hähnchen und Puten von den Tierwohlmaßnahmen profitieren und damit eine marktweite und branchenübergreifende Wirkung erzielt wird. Die Einhaltung der Tierwohlkriterien überprüfen wir in lückenlosen und unabhängigen Kontrollen.

Unsere Ziele

1.

Wir wollen konventionelle
Landwirtschaft
schrittweise verbessern.

2.

Ein einmaliger Zusammenschluss
widmet sich mit gemeinsamer
Kraft der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der Verbesserung des
Tierwohls.

3.

Wir wollen ein klares Zeichen für mehr Tierwohl setzen.

Unsere Partner

Der Initiative Tierwohl können sich Landwirte anschließen, die Schweine, Hähnchen oder Puten halten. Sie verpflichten sich, bestimmte Grundanforderungen wie mehr Platz und Beschäftigungsmaterial oder zusätzliche Wahlkriterien für mehr Tierwohl umzusetzen. Für ihren Mehraufwand erhalten die Landwirte einen finanziellen Ausgleich.

Die Schlachtbetriebe in der Initiative Tierwohl nehmen an einer zertifizierten Qualitätssicherung teil. Damit wird beispielsweise die Kontrolle der Betäubungseffektivität sichergestellt. Zudem erfassen Sie die Schlachtbefunddaten, die Rückschlüsse auf die Tiergesundheit ermöglichen, und geben diese in eine zentrale Datenbank ein. Aber auch organisatorisch spielen Schlachtbetriebe für die Initiative Tierwohleine zentrale Rolle. Sie melden uns wöchentlich die Anzahl der Tiere, die ein Tierwohl-Landwirt geliefert hat. Das ist die Grundlage für den finanziellen Ausgleich der Landwirte.

Die meisten großen Lebensmitteleinzelhändler nehmen an der Initiative Tierwohl teil. Wichtigste Aufgabe der Handelspartner ist aber die Finanzierung des Tierwohls. Mit einem Beitrag von 6,25 Cent pro Kilogramm verkaufter Fleischware bringen sie einen Gesamtbetrag von rund 130 Mio. Euro jährlich in die Initiative Tierwohl ein. Geld, mit dem Landwirte Tierwohlkriterien umsetzen können.

Auch Verbraucher tragen mit ihrer Kaufentscheidung zum Tierwohl bei. Als Kunde bei einem unserer Handelspartner leisten Sie einen aktiven Beitrag zur Förderung des Tierwohls. Für jedes Stück Fleisch oder Wurst wird vom Händler ein Beitrag an die Initiative Tierwohl abgeführt. Zudem können Sie erkennen, welches Stück Fleisch aus einem Tierwohl-Betrieb kommt. Dafür finden Sie auf Geflügelfleischprodukten und zunehmend auch auf Schweinefleischprodukten unser Siegel. Mit dem Kauf zeigen Sie Ihr Interesse an mehr Tierwohl. 

Wie wir arbeiten

Mit der Initiative Tierwohl bekennen sich Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel zu ihrer gemeinsamen Verantwortung für Tierhaltung, Tiergesundheit und Tierschutz in der Nutztierhaltung.

Die Projektgruppen
Die Projektgruppen für Geflügel und Schwein formulieren Anforderungen und Verfahren für die Initiative. Sie setzen sich zusammen aus Vertretern des Einzelhandels, der Schlachtbetriebe und der Landwirtschaft. Mit ihrer Expertise bringen sie strategische und operative Maßnahmen auf den Weg.

Der Beraterausschuss
Die Initiative Tierwohl lebt von ihrer Glaubwürdigkeit und der Professionalität ihrer Akteure. Ein wichtiger Faktor ist dabei, dass die Kriterien umsetzbar, prüfbar und dokumentierbar sind. Ein Beraterausschuss sorgt deshalb dafür, dass die Initiative stets neueste Erkenntnisse aus Wissenschaft, Tierschutz und Verbraucherschutz in ihrer Arbeit berücksichtigen kann. Der Beraterausschuss entwickelt Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Initiative Tierwohl und ermöglicht so eine ständige Verbesserung der Prozesse und Verfahren.

Die Gesellschafter

Logos Gesellschafter  der Initiative Tierwohl

Wie funktioniert die Tierwohl Initiative?