Zwischenhändler und Schlachtunternehmen

Der Fleischwirtschaft kommt in der Initiative Tierwohl sowohl eine organisatorische als auch eine wichtige Verhandlungspartnerrolle zu. Die Teilnahme steht allen Geflügel,- Schweine- und Rinderschlachtunternehmen sowie Zwischenhändlern offen.

Erfahren Sie mehr darüber auf dieser Seite.

Weitere zentrale Dokumente, wichtige Teilnehmerlisten und Adressen sowie Erläuterungen zur Teilnahme finden Sie im Downloadbereich.

Wer mit wem: Die Partner und ihre Rollen für den Produktionszweig Rind

Schaubild Rinderhaltung in der ITW

Schlachtunternehmen

Schlachtunternehmen in der Initiative Tierwohl sind verpflichtet, an einer zertifizierten Qualitätssicherung (QS oder anderes anerkanntes Qualitätssicherungssystem) teilzunehmen. Darüber hinaus müssen sie jährlich in ITW-Kontrollen die Einhaltung der im Anforderungskatalog Fleischwirtschaft definierten Anforderungen nachweisen. Zudem erfassen sie die Schlachtbefunddaten, die Rückschlüsse auf die Tiergesundheit ermöglichen, und melden diese an eine zentrale Datenbank.

Schlachtbetriebe sind der zentrale Ansprechpartner im Hinblick auf die Honorierung der Rinderhalter. Die Rinderhalter erhalten für den Mehraufwand, der Ihnen für die Einhaltung der ITW-Kriterien entsteht, einen Preisaufschlag auf den Marktpreis direkt von ihrem Schlachtbetrieb oder Abnehmer. Es ist daher sehr wichtig, dass frühzeitig Absprachen zwischen Vermarktern, Schlachtunternehmen, Viehhändlern und Landwirten, über die Lieferung von ITW-Tieren getroffen werden.

Verarbeitungsunternehmen und Zwischenhändler

Verarbeitungsunternehmen und Zwischenhändler haben ebenfalls eine entscheidende Rolle. Sie müssen bilateral mit den Schlachtbetrieben auf der einen Seite und den Handelsunternehmen bzw. der Gastronomie auf der anderen Seite die Preisaufschläge für nämliche ITW-Ware verhandeln und sorgen schlussendlich mit dafür, dass die Tierhalter den Mehraufwand honoriert bekommen.

Wer mit wem: Die Partner und ihre Rollen für den Produktionszweig Schwein

Schaubild Finanzierung Schwein

Schlachtunternehmen

Teilnehmende Schweinemäster erhalten den Tierwohl-Aufpreis direkt von den Schlachtunternehmen. Diese verhandeln dafür mit ihren Abnehmern bilateral die erforderlichen Aufschläge für Tierwohlfleisch. Die Schlachtbetriebe in der Initiative Tierwohl nehmen außerdem an einer zertifizierten Qualitätssicherung teil. Darunter fällt zum Beispiel die Benennung eines Tierschutzbeauftragten. Zudem erfassen sie die Schlachtbefunddaten, die Rückschlüsse auf die Tiergesundheit ermöglichen, und geben diese in eine zentrale Datenbank ein.

Zwischenhändler

Die Zwischenhändler für Schweinefleisch spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle. Sowohl bei Geflügel als auch bei Schwein müssen sie bilateral mit den Schlachtbetrieben auf der einen Seite und den Handelsunternehmen bzw. der Gastronomie auf der anderen Seite Preisaufschläge für die nämliche Ware verhandeln.

Wer mit wem: Die Partner und ihre Rollen für den Produktionszweig Geflügel

Schlachtunternehmen

Die Geflügelmäster erhalten das Tierwohlentgelt von der Clearingstelle. Seit dem 1. Januar 2021 zahlen die Schlachtbetriebe in einen Fonds ein.

Zwischenhändler

Genauso wie bei Schwein müssen die Zwischenhändler auch bei Geflügel bilateral mit den Schlachtbetrieben auf der einen Seite und den Handelsunternehmen bzw. der Gastronomie auf der anderen Seite Preisaufschläge für die nämliche Ware verhandeln.

Auditierung

Damit gewährleistet ist, dass nur Ware das Siegel der Initiative Tierwohl trägt, die von Tieren aus zertifizierten Betrieben stammt, erhalten die Schlachtunternehmen und Zwischenhändler ein jährliches Audit. Darin überprüfen Kontrolleure u.a. die Warenidentität und die korrekte Kennzeichnung der Ware anhand des Anforderungskatalogs Fleischwirtschaft. Hier geht es zum Anforderungskatalog Fleischwirtschaft. Genauere Informationen zum Kontrollsystem der ITW finden Sie hier.

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