Fleischwirtschaft

Die Schlachtbetriebe in der Initiative Tierwohl nehmen an einer zertifizierten Qualitätssicherung teil. Damit wird beispielsweise die Kontrolle der Betäubungseffektivität sichergestellt. Zudem erfassen Sie die Schlachtbefunddaten, die Rückschlüsse auf die Tiergesundheit ermöglichen, und geben diese in eine zentrale Datenbank ein. Aber auch organisatorisch spielen Schlachtbetriebe für die Initiative Tierwohleine zentrale Rolle. Sie melden uns wöchentlich die Anzahl der Tiere, die ein Tierwohl-Landwirt geliefert hat. Das ist die Grundlage für den finanziellen Ausgleich der Landwirte.

Befunddaten

Schlachtbetriebe sind auch essenziell in der Erstellung des Tiergesundheitsindexes beteiligt, den wir anhand von Befunddaten ermitteln wollen. Denn Ziel ist es, aus der Bewertung der Befunddaten von Schlachtkörpern Rückschlüsse auf die Tiergesundheit und den Tierschutz zu ziehen. Die Initiative Tierwohl hat 2016 mit der größten Datenerfassung zur Tiergesundheit von Schweinen begonnen. Bis Ende 2017 wurden Schlachtbefunddaten zu mehr als 114 Mio. Tieren erfasst. Hierzu werden Schlachtkörper mit Hinblick auf bestimme Organe und die Unversehrtheit der Tiere von Veterinären untersucht. Mehr zur Befunddatenerfassung erfahren Sie hier:

Anmeldung von Schlachtbetrieben

Schlachtbetriebe, die sich für eine Teilnahme an der Initiative Tierwohl entscheiden, schließen eine Teilnahmevereinbarung mit der Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung mbH.

Kontaktdaten

Ihre Fragen zum Thema Fleischwirtschaft und Anmeldungen der Schlachtbetriebe richten Sie bitte an:

Jens-Henning Ossendorf
+49 (0) 228 35068-182
+49 (0) 228 35068-16180

Darin verpflichten sie sich:

  • zur Teilnahme an einem anerkannten Qualitätssicherungssystem (QS oder System mit vergleichbaren Standards)
  • dem von der Trägergesellschaft beauftragten neutralen externen Dienstleister wöchentlich die Anzahl der Tiere (bei Geflügel: in Kilogramm Lebendgewicht) zu melden, die von den teilnehmenden Tierhaltern zur Schlachtung angeliefert worden sind
  • nach Festlegung im Programmhandbuch eine erweiterte Befunddatenerfassung (zum Start der Initiative Tierwohl mindestens die Daten des Tierwohlkontrollplans im QS-System) durch neutrale Dritte (z.B. Amtsveterinär, EN 45011 akkreditiertes Unternehmen) einzuführen, umzusetzen und die erhobenen Daten an die Trägergesellschaft bzw. die von der Trägergesellschaft benannte Stelle weiterzuleiten.

Die Teilnahme an der Initiative Tierwohl ist freiwillig und steht allen Schlachtbetrieben offen, die entweder direkt von einem Tierhalter oder über einen Zwischenhändler Hähnchen, Puten oder Schweine zur Schlachtung abnehmen. Das gilt unabhängig von der Größe des Betriebes, demnach auch für interessierte Metzgereien mit eigener Schlachtung. Alle teilnehmenden Unternehmen werden auf unserer Website in einer Liste veröffentlicht.