6. Februar 2018

forsa-Umfrage: Verbraucher unterstützen Ansatz der Initiative Tierwohl

93 Prozent der Verbraucher finden das Konzept der Initiative Tierwohl, Landwirte finanziell dabei zu unterstützen etwas über den gesetzlichen Mindeststandard hinaus für ihre Tiere zu tun und die geförderten Maßnahmen zu kontrollieren, gut oder sehr gut. Das geht aus einer bundesweiten repräsentativen Umfrage zu Nutztierhaltung und Fleischproduktion von der forsa Politik- und Sozialforschung hervor.

83 Prozent der Befragten erachten es zudem als gut eine tiergerechtere Ausgestaltung der Nutztierhaltung in vielen kleinen Schritte konsequent umzusetzen, ohne dabei etwas zu überstürzen. „Wir freuen uns über den großen Zuspruch zu unserem Ansatz“, kommentiert Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl, die Ergebnisse. „Dass Verbraucher kleine, konsequente Schritte zur Verbesserung der Haltungsbedingungen für gut und praktikabel erachten, zeigt unserer Meinung nach: Die Verbraucher sind realistischer als jene, die in der Öffentlichkeit laut Ideale und Maximalforderungen postulieren, denen die Landwirte aber unmöglich von heute auf morgen gerecht werden können.“
Die Mehrheit der Deutschen sieht laut der forsa-Umfrage neben den Landwirten aber auch den Staat, den Lebensmitteleinzelhandel und die Verbraucher in der Verantwortung für eine tiergerechtere Haltung. „Die Frage der Tierhaltung ist folglich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, erklärt Hinrichs. Wenn es indes um die Kosten für die tiergerechte Haltung geht, so sagen 72 Prozent, dass hier der Verbraucher gefragt ist. Zwar geben 89 Prozent der Fleisch
verzehrenden Befragten an, dass sie bereit seien, mehr Geld für Fleisch auszugeben, wenn das zu verbesserten Haltungsbedingungen führte. Allerdings weist das forsa-Institut darauf hin, dass Themen des Umwelt- und Tierschutzes hoch im Bewusstsein der Bürger verankert seien, sich aber nicht in einer tatsächlichen höheren Zahlungsbereitschaft niederschlagen müssen.

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